Industriekaufmann: Ausbildung, Weiterbildung und Berufsbild

Industriekaufmann

Ausbildung zum Industriekaufmann: Abwechslungsreich und beliebt

Das Berufsbild der Industriekaufleute: Aus- und Weiterbildung

Im Jahr 2010 landeten die Industriekaufleute auf Platz 5 in der Rangliste der deutschen Ausbildungsberufe. Verglichen wurden hierbei die neu abgeschlossenen Verträge.
Diese Tatsache darf nicht verwundern – bietet doch kaum eine Lehre dem Azubi so viel Abwechslung und dem zukünftigen Arbeitgeber einen uneingeschränkt flexiblen Angestellten.

Die Ausbildung zum Industriekaufmann oder zur Industriekauffrau

In der Lehrzeit sollen möglichst viele Abteilungen der Firma durchlaufen und deren Arbeitsprozesse kennengelernt und verinnerlicht werden:
Dazu gehören die Buchhaltung mit der Einführung in Kontenpflege, Rechnungserstellung und Mahnwesen, die Personalabteilung mit Einzelheiten über die Lohnbuchführung, der Einkauf und die dabei anfallenden Tätigkeiten im Bereich der Lagerverwaltung. Auch der Verkauf und der Export gehören bei großen Firmen in den Ausbildungsbereich. In manchen Unternehmen kann auch ein Blick in die Sektionen Versand und Marketing geworfen werden.

Im Zuge der Globalisierung dürfte es selbstverständlich sein, dass ein oder mehrere Fremdsprachen, darunter idealerweise Englisch, nicht nur eine hervorragende Zusatzqualifikation darstellen, sondern zur Pflicht gehören.

Die hohe Bandbreite der Ausbildung ermöglicht eine vielfältige Einsetzbarkeit der Industriekaufleute, was gerade bei kleinen Konzernen sehr gefragt ist: der „Mann für Alles“ wird lieber gesehen als die auf ein Gebiet beschränkte Fachkraft.

In der Regel braucht es drei Jahre, um den Beruf erlernt zu haben. Dennoch ist es möglich, bei besonders guten Leistungen und Vorkenntnissen, die Lehrzeit um ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr zu verkürzen. Diese Maßnahme unterliegt keiner bundeseinheitlichen Regelung und ist daher in jedem Fall eine Einzelentscheidung, die zwar durch den Auszubildenden selber angeregt werden kann, aber letztendlich vom Betrieb nur nach gründlicher Überlegung unterstützt wird.

Industriekaufmann Weiterbildung: Nach der Lehre ist noch lange nicht Schluss!

Auch nach dem erfolgreichen Beenden der Lehre ist für karriereorientierte Industriekaufleute noch lange nicht Schluss – ganz im Gegenteil: das Zeugnis stellt eine gute Grundlage für Weiterbildungen aller Art dar.

Der Titel des „staatlich geprüfter Betriebswirts“ rückt damit genauso in greifbare Nähe, wie die Fortbildung zum Bilanzbuchhalter oder ein sogar ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre.

Infolgedessen wird der Beruf der Industriekaufleute auch sicher weiterhin seinen Platz in den oberen Bereichen der beliebtesten Ausbildungen einnehmen.

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